"Moosflüstern", der neue Island-Roman von Joachim B. Schmidt

1988…

Eine Unebenheit auf der taufeuchten Wiese bringt Heinrich Lieber, gescheiterter Bauingenieur, überforderter Familienvater, zu Fall. Auf dem Hosenboden schlittert er den kurzen Abhang hinab und über die Steinklippe hinaus, dreißig Meter Freifall ins isländische Meer.

Doch Lieber überwindet den Schock, das eisige Wasser, das Salz in den Lungen, und er schwimmt, stemmt sich tapfer gegen sein Schicksal.
Genau in dieser Situation, in diesen Wellen, in diesen Fjorden, macht er mit seiner verstorbenen Mutter reinen Tisch, seiner Rabenmutter, die ihn und seinen Vater kurz nach Kriegsende verlassen hatte, die fluchtartig nach Island auswandert war und in den abgeschiedenen Westfjorden ein neues Leben begonnen hatte, fernab der zerbombten Städte Deutschlands. Sie war eine der rund dreihundert jungen Frauen, die dem Aufruf des isländische Bauernverbandes folgte: «Landarbeiterinnen aus Deutschland gesucht!».  Auch Heinrichs Vater kehrte Deutschland den Rücken, zog mit Heinrich in die Schweiz und heiratete erneut. Seinem Sohn tischte er fortan auf, dass seine leibliche Mutter ihr Leben in einer Irrenanstalt beendet hatte. Und Heinrich glaubte ihm.
Doch er soll sich nicht beklagen. Sein Vater sorgte gut für ihn, und seine Stiefmutter war ihm wie eine richtige Mutter.

Heinrich ist vierzig Jahre alt, als er endlich von seiner leiblichen Mutter erfährt; verstorben in Reykjavik, Island. Das ärgert ihn auf unangenehme Weise. Er fühlt sich hintergangen und belogen. Er fragt sich, wie es eine Mutter übers Herz bringen kann, ihr eigenes Kind zu verlassen.

Zudem kommt die Nachricht über die tote Mutter äußerst unpassend, denn eine Lagerhalle, deren Konstruktion er vor einigen Jahren berechnete, ist eingestürzt und hat zwei portugiesische Saisonarbeiter unter sich begraben. Fieberhaft versucht Lieber seine Unschuld zu beweisen – und entdeckt dabei einen verheerenden Flüchtigkeitsfehler.
Zuhause weht ein frostiger Wind. Vielleicht hält die Ehe dem Stress nicht stand, vielleicht ist diese Frauengruppe schuld!

Heinrich Lieber will weg, wenigstens für ein paar Tage. Er will nach Island, er will ans Grab seiner Mutter, er will Antworten auf Fragen, die er selbst noch nicht kennt.  Und er will Ruhe.
Lieber wird fündig. Er findet ein faszinierendes Land, das ihn in seinen Bann zieht. Er findet das Grab seiner Mutter, unterhält sich mit ihr und lernt sogar eine seiner Halbschwestern kennen. Die Mitternachtssonne gönnt ihm indes nur wenig Schlaf und macht es ihm schwer, Traum von Wirklichkeit zu unterscheiden … und Heinrich Lieber stolpert und fällt ins Meer. Er schwimmt und kämpft, solange er kann, bis ihn die Kälte des nordatlantischen Ozeans lähmt. Doch seine Mutter ist bei ihm. Sie spricht ihm Mut zu und tröstet ihn. Endlich gewährt sie ihm die Aufmerksamkeit, die sie ihm während vierzig Jahren vorenthalten hat.
«Moosflüstern» ist die ergreifende Geschichte einer sabotierten Mutter-Sohn-Beziehung, eine berührende Wiedergutmachung inmitten Islands brachialer Kulisse der 80er Jahre.

 

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